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Wissen: Was du sonst noch zum Thema Virtual Reality und 360 Grad Videos und Fotos wissen solltest.

Was ist das Besondere an Virtual Reality?

Seit 2012 ist die Virtual Reality eines der heißesten Themen in Sachen zukunftsweisender Technologien. Bereits vorher wurden verschiedene Anläufe unternommen, virtuelle Welten zu erschaffen und diese Simulationen den Menschen zugänglich zu machen.

Seitdem hat sich viel entwickelt und in diesem Artikel wollen wir dir einen Überblick über die Technologie und Idee hinter der Virtual Reality geben und dir die Frage beantworten, warum VR so besonders ist.

Geschichte der Virtual Reality?

Die Geschichte der Virtual Reality fängt schon sehr früh an. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts machen große Köpfe Entdeckungen und Überlegungen, die dazu führen, dass eines Tages Menschen eine simulierte, komplett andere Welt erleben können.

Der Begriff der Virtual Reality wird 1982 von Damien Broderick in seinem Roman The Judas Mandala geprägt. Im gleichen Jahr erscheint der Film Tron, in dem es auch um dieses Thema geht. 1987 wird der Begriff dann in das Oxford English Dictionary aufgenommen und erstmals definiert.

Im Jahr 1995 bring der Spielehersteller Nintendo den Virtual Boy auf den Markt. Eine der ersten, weit verbreiteten VR Brillen. So ganz kann sie aber nicht überzeugen, weswegen es noch weitere 17 Jahre dauern wird, bis die Technik einen neuen Anlauf wagt. Die Firma Oculus stellt eine erste Version der eigenen VR Brille vor und macht somit und in den kommenden Jahren die Technik erschwinglich und für den Verbrauchermarkt geeignet. Seitdem wird von verschiedenen Anbietern an der Technologie gearbeitet und sie ständig erweitert.

Was versteht man unter Virtual Reality?

Die Virtual Reality oder virtuelle Realität zu Deutsch, ist eine künstlich erschaffene Welt, in die man mit den richtigen technischen Geräten abtauchen kann. Dabei herrscht etwas Unstimmigkeit, was unter den Begriff zu fassen ist.

Denn eng gesehen, ist die virtuelle Realität nur die virtuelle, künstliche Welt, die digital erschaffen wurde und den Regeln und Gesetzen des Erschaffers unterliegen. Sie wird in Echtzeit durch einen Computer generiert und bietet dem Nutzer vorprogrammierte Interaktionsmöglichkeiten.

Wichtigste Anforderung ist dabei die Immersion. Aber auch Plausibilität und weitere Aspekte sorgen dafür, das eine virtuelle Welt vom Benutzer angenommen wird. Schließlich geht es darum, ihn in die Welt eintauchen zu lassen und dabei die Welt um ihn herum fast schon zu vergessen.

Teilweise wird aber auch die gesamte Technologie, die die Erschaffung und Benutzung der virtuellen Welten möglich macht als Virtual Reality, oder kurz VR, bezeichnet. Dabei geht es vor allem auch um die VR Brillen, mit denen es aktuelle Menschen möglich ist, sich in diesen Welten zu bewegen. Aber auch die Software mit der die Welt erschaffen oder die 360 Grad Kamera, mit der ein Rundum Video aufgenommen wird können darunter gefasst werden. Schlussendlich geht es bei der Technologie aber darum, einen abgeschlossenen Raum zu schaffen, der die reale Welt komplett ausblendet.

Was ist der Unterschied zwischen Virtual Reality und 360 Grad Aufnahmen?

Diese Unterscheidung wurde noch nicht allgemeingültig und abschließend definiert. Schließlich ist Virtual Reality noch eine sehr junge Technologie und daher noch in der begrifflichen Findungsphase.

Allerdings kann man sagen, dass die Virtual Reality, wie oben beschrieben, als ein Begriff für die Technologie im Allgemeinen oder die erschaffenen virtuellen Welten im speziellen genutzt werden kann. Die 360 Grad Aufnahme Technik ist nur ein Teilaspekt davon.

Währen virtuelle Welten komplett digital am Computer erstellt werden bieten 360 Grad Aufnahmen die Möglichkeit, Abbildungen der realen Welt in die virtuelle Umgebung zu bringen. Sofern sie nicht stark digital bearbeitet wurden, bietet sich hier nur die Möglichkeit der Betrachtung und sie unterliegen den bekannten physikalischen Gesetzen der realen Welt.

Was ist Immersion?

Die Immersion bestimmt, wie gut sich ein Benutzer mit der virtuellen Welt, in der er sich befindet, identifizieren kann. Sie sorgt dafür, dass er in dieser Welt komplett eintaucht, sie sogar für real hält und die echte Welt um sich herum vergisst.

Immersion ist durch verschiedene Faktoren zu erreichen. Zum einen ist die Plausibilität der digitalen Welt zu gewährleisten. Die Regeln und Gesetze müssen für den Benutzer nachvollziehbar sein. Dann muss er durch Interaktion und eine Geschichte in die Welt gefesselt werden. Dies erhöht das Immersionslevel. Darüber hinaus können alle Sinne angesprochen werden, um die Erfahrung noch realer wirken zu lassen.

Schlussendlich geht es darum, dass sich der Benutzer mit der Welt, der Avatar und anderen Elementen der VR identifizieren kann, um ihm die größtmögliche Immersion hervorzurufen. Je höher die Identifikation, desto besser findet er sich in der Rolle zurecht, die er in der virtuellen Welt spielt.

Was bringt Virtual Reality?

Virtual Reality hat viele Anwendungen in verschiedenen Branchen. Es dient als Technologie, um zum einen professionelle Anwendungen zu entwickeln, aber auch, um sie im Hausgebrauch zu benutzen. VR ist daher eher ein Medium, das Inhalte transportieren kann. Wichtiger Faktor dabei ist immer die Immersion.

Professionelle Anwendungen sind z.B. in der Chirurgie zu finden. Hier können Studenten und Ärzte eine realistische Operation durchführen und so den Ernstfall simulieren, ohne das Risiko, einen Menschen zu verletzen. Auch Flugsimulatoren sind eine Art der Virtual Reality, in der Piloten allerlei Szenarien üben können, ohne ein Flugzeug zu gefährden.

Auch für Otto Normalverbraucher ist VR inzwischen erschwinglich oder wird von verschiedenen Dienstleistern für sie angeboten. Im Autohaus kann bereits im Vorfeld eine digitale Kopie des Wunschautos begutachtet werden. Im Reisebüro versetzt man sich an verschiedene Orte auf der Welt, um sich für ein Reiseziel zu entscheiden. Unternehmen können Bewerbern auf Messen ihre zukünftigen Arbeitsplätze und -bedingungen realistisch zeigen. Aber auch in der Psychotherapie gibt es bereits Anwendungen, bei denen z.B. Traumata mithilfe von VR gelindert werden können.

Für Anwendung zu Hause gibt es VR Brillen, mit denen sich Interessierte allerlei Inhalte, wie Dokumentationen, Filme oder Spiele selber anschauen können.

Was sind die Vor- und Nachteile von Virtual Reality?

Wie jedes neues Medium steckt Virtual Reality noch in der Findungs- und Definitionsphase. Viele Aspekte der Technologie müssen also noch erforscht werden. Allerdings bietet die Technologie viele Chancen und Potenziale für verschiedene immersive Anwendungen.

Außerdem gibt es noch kein Handbuch, wie z.B. beim Film, welche Maßnahmen was erreichen. Hier wird auch in Zukunft noch viel auszuprobieren sein. Wie kann z.B. ein Benutzer durch eine Geschichte geführt werden, wenn man nicht nur eine rechteckige Projektionsfläche hat, sondern um ihn herum ständig etwas passieren kann.

Auch die Technik steckt noch in den Anfängen. Die Verbesserung von VR Brillen, Kameras, sowie die Leistungsfähigkeit von Computern und Softwaren wird immer weiter steigen und so eine immer realistischere Darstellung der virtuellen Welten ermöglichen.

Hauptvorteil ist vor allem die Immersion, durch die VR viel anders wirkt, als andere Medien. Durch sie sind die Nutzer viel stärker mit der Anwendung verbunden und speichern das Erlebte anders ab. Es sind vielmehr reale Erfahren und Lehren, die das menschliche Gehirn nach eine VR Experience behält, als nur Erinnerungen an einen netten Film. Dadurch können Botschaften eindrücklicher vermittelt werden und geben dem Benutzer das Gefühl etwas wirklich erlebt zu haben.

Die Möglichkeit eine virtuelle Welt oder einen virtuellen Raum ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten gibt Kreativen viel mehr Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Dokumentation sind wirkungsvoller und können z.B. Missstände überall auf der Welt für jeden erlebbar machen.

Was braucht man für Virtual Reality?

Um Virtual Reality erleben zu können braucht man vor allem eins: Eine VR Brille, auch Head Mounted Display (HMD) genannt. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen und für verschiedene Anwendungen.

Einfache VR Brillen sind Konstruktionen aus Pappe, die selber gebastelt werden können und in die das eigene Handy als Display eingelegt werden kann. In der Mittelklasse sind dann hochwertigere Brillen, meist aus Plastik und mit etwas verbauter Technik, in die ebenfalls ein Smartphone eingelegt werden kann. Berühmtes Beispiel ist hier die Samsung Gear VR. High-End HMDs werden an den Computer angeschlossen und sind somit leistungsstark genug, um sie für 3D Anwendungen in Echtzeit zu benutzen.

Was sind Augmented und Mixed Reality?

Die virtuelle Realität spielt sich komplett in geschlossenen Systemen und Brillen ab. Wenn die reale Welt mit dieser virtuellen Realität mischt bzw. sie um digitale Elemente erweitert, dann spricht man von Mixed bzw. Augmented Reality.

Auch diese Technologie benutzt derzeit noch Brillen, mit denen virtuelle Elemente in die reale Welt projiziert werden können. So kann bspw. ein großer Fernsehbildschirm virtuell an die Wohnzimmerwand geworfen werden. Oder Ingenieure können gemeinsam am lebensgroßen 3D Modell eines Autos arbeiten.

In der Augmented Reality wird die reale Welt digital erweitert. So können z.B. Ärzte den Patienten innere Organe und Vorgänge besser erklären. (Foto: zedinteractive / pixabay.com)

Augmented und Mixed Reality sind parallel zur Virtual Reality aufgekommen. Sie basieren auf der gleichen Technologie. Manche Experten sagen, das Augmented und Mixed Reality der nächste Schritt nach VR ist.

Zusammengefasst: Virtual Reality entwickelt sich zu dem neuen Medium

Zwar steckt Virtual Reality noch etwas in den Kinderschuhen, hat aber große Chancen und Potenziale sich zum wichtigsten Medium der Zukunft zu entwickeln. Die Immersion ist dabei das Besondere Merkmal der VR.

Vor allem durch seine Vielfältigkeit und verschiedene Anwendungsgebiete, wird VR sich in Zukunft an vielen Stellen finden lassen. Bis dahin hat es aber noch etwas Überzeugungsarbeit bei der breiten Öffentlichkeit zu bestreiten. Die Vergangenheit hat auch gezeigt, dass sich alte Medien nie ganz durch ein neues Medium verdrängen lassen.